Wenn dein WLAN im Wohnzimmer läuft, aber im Schlafzimmer abbricht, liegt das fast nie an einem zu langsamen Internetanschluss. Die häufigsten Ursachen sind die Position des Routers, dicke Wände und ein überfüllter Funkkanal. Ein Repeater kann helfen – am falschen Platz macht er es aber schlimmer.
Bei den meisten Haushalten steht der Router dort, wo der Telefonanschluss ist – oft im Flur, in einer Ecke, hinter der Garderobe oder in einem Schrank. Das ist praktisch, aber für die Funkverteilung ungefähr die schlechteste denkbare Stelle.
Funkwellen breiten sich kugelförmig aus. Steht der Router am Rand der Wohnung, geht die Hälfte der Reichweite nach draußen. Steht er zusätzlich in einem Schrank, wird es noch einmal deutlich schlechter.
In vielen Häusern in Viersen, Dülken und Süchteln steckt massives Mauerwerk. Dicke Wände, Stahlbeton und alte Türen mit Metallrahmen dämpfen das Signal erheblich. Eine einzige solche Wand kann mehr ausmachen als zehn Meter freie Luftlinie.
Deshalb nützt es wenig, einfach ein stärkeres Gerät zu kaufen. Was hilft, ist eine bessere Verteilung.
Ein Repeater fängt das WLAN auf und gibt es weiter. Das funktioniert nur, wenn er selbst noch guten Empfang hat. Genau da liegt der Fehler, den fast alle machen: Der Repeater wird dort eingesteckt, wo das WLAN schlecht ist. Dann verstärkt er ein schlechtes Signal und das Ergebnis bleibt schlecht.
Richtig ist die Mitte zwischen Router und Problemzone. Und noch etwas: Ein Repeater halbiert technisch bedingt die Geschwindigkeit, weil er gleichzeitig empfangen und senden muss. Für Mails und Streaming reicht das, für viel mehr nicht.
Wo Funk nicht durchkommt, hilft oft das Stromnetz: Sogenannte Powerline-Adapter schicken das Signal durch die vorhandene Hausverkabelung. Man steckt einen Adapter beim Router ein, einen zweiten im Zielzimmer – und hat dort wieder volles WLAN.
Das funktioniert nicht in jedem Haus gleich gut, weil es auf die Stromkreise ankommt. Aber gerade im Altbau ist es häufig die deutlich bessere Lösung als ein weiterer Repeater.
Stell den Router möglichst frei, mittig in der Wohnung und nicht auf den Boden. Nicht hinter den Fernseher, nicht in den Schrank, nicht direkt neben ein Aquarium – Wasser schluckt Funk erstaunlich gut.
Allein die Position zu ändern bringt in vielen Wohnungen mehr als jedes Zusatzgerät. Und es kostet nichts.
Wenn du unsicher bist, ob bei dir ein Repeater, Powerline oder einfach eine andere Router-Position richtig ist: Ich messe das in jedem Zimmer nach, statt zu raten. Danach weißt du, woran es liegt – und kaufst nur, was tatsächlich hilft.
In Viersen ist die Anfahrt inklusive, ein WLAN-Termin dauert meist 30 bis 60 Minuten.
Nur begrenzt. Die Reichweite hängt viel stärker von der Position und den Wänden ab als vom Preis des Geräts. Erst wenn der Router sehr alt ist, lohnt ein Austausch.
Etwa auf halbem Weg zwischen Router und Problemzone – dort, wo das Signal noch gut ist. Nicht in das Zimmer, in dem das WLAN fehlt.
Bei offenen Wohnungen meist der Repeater, bei dicken Wänden und über mehrere Etagen meist Powerline. Sicher sagen lässt sich das erst nach einer Messung vor Ort.
Oft ja. Wenn es per Kabel abends genauso langsam ist, liegt es am Anschluss oder am Anbieter. Ist es nur im WLAN langsam, lässt sich meist einiges verbessern.
Danach weißt du genau, woran es liegt – und kaufst nur, was wirklich hilft.